Unter dem Segen der Sonne
Das Aquarell, das Sabeth Faber im August 2012 für eine Kollegin schuf, entfaltet eine heitere, fast meditative Bildwelt. Im Zentrum gleitet ein weißer Schwan über ornamentale Wasserbahnen, deren Blau‑, Grün‑ und Violetttöne sich zu einem lebendigen, rhythmischen Muster verweben. Umgeben von großen rosa Lotusblüten und einer stilisierten Berglandschaft wirkt der Schwan wie eine ruhende Mitte in einem farbintensiven Kosmos. Über allem strahlt eine übergroße Sonne, deren gelbe Strahlen das Bild mit Wärme und Leichtigkeit durchfluten.
Symbolisch
verbindet das Werk klassische Motive von Reinheit, Aufblühen und innerer
Klarheit. Der Schwan steht für Würde und stille Kraft, die Lotusblüten für
Erneuerung und seelisches Wachstum, das ornamentale Wasser für einen
freundlichen, bewegten inneren Raum. Die Komposition wirkt, wie ein Wunschbild:
ein Geschenk, das Licht, Ruhe und Wohlwollen transportiert.
Im Kontext
ihrer frühen künstlerischen Phase zeigt sich hier bereits Fabers intuitive
Bildsprache: die Liebe zu symbolischen Tieren, die Verbindung von Natur und
innerem Erleben, die klare Zentralfigur und die expressive Farbigkeit. Das
Aquarell ist weniger ein realistisches Naturmotiv als ein poetisches Zeichen
der Wertschätzung — ein kleines, strahlendes Versprechen von Frieden.
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